Rufen Sie uns an: 0251 / 20 12 800
Kanalstraße 237, Münster, Auf Karte zeigen
Besuchen Sie uns auf Facebook
 

Das Parkhotel Wienburg

DAS MÜNSTER!-MAGAZIN ZU BESUCH IN DER WIENBURG HEFT JUNI 2013

Das MÜNSTER!-Magazin berichtet über die Wienburg. In der Ausgabe 15 (Juni 2013) berichtet Christoph Wüllner mit seinem Magazin nicht nur über das 225-jährige Jubiläum als Kaffeehaus, sondern auch über viele wissenswerte Details des Münsteraner Traditionshauses und einstigen Herrensitzes. Zusätzlich dürfen die Leser Maître Lutz Holtmann als gelernten Konditor im Café Schucan beim Kuchen backen über die Schulter sehen. So verrät Lutz Holtmann ein tolles Kuchenrezept.

Wir empfehlen das MÜNSTER!-Magazin

TRADITION IN DER 7. GENERATION - DIE GESCHICHTE DER WIENBURG

Ist es die vielfach ausgezeichnete Küche des Hauses mit regionalen und internationalen Köstlichkeiten, die die Wienburg zu einem Juwel münsterscher Gastlichkeit macht? Oder ihre vom großen Barock-Baumeister Johann Conrad Schlaun geprägte Architektur inmitten der münsterländischen Parklandschaft? Oder ist es die Tradition der Gastlichkeit des Hauses, das seit mehr als 185 Jahren von Familie Holtmann geführt wird? Es ist wohl alles dies zusammen, was das besondere Flair der Wienburg ausmacht.

Im 13. Jahrhundert kam der einstige Hof aus dem Domkapitel in den Besitz des Klosters Marienfeld, damals in der Urkunde des Bisthums Münster von 1263 noch unter den ursprünglichen Namen Hof Gerninc. Im 16. Jahrhundert war die Wienburg Sitz des edlen Herren Kleyhorst von Meverden, dessen Vorfahren als adelige Erbmänner in den Jahren 1309 bis 1452 allein neunmal als Bürgermeister von Münster Erwähnung finden. Noch heute sind unter den mächtigen Bäumen, die der Wienburg im Sommer Schatten spenden, Wälle und Gräben verborgen, die Bernhard Graf von Galen 1661 bei der 3. Belagerung Münsters hatte anlegen lassen. Wie stark der Hof Gerninc seinerzeit zerstört wurde, ist nicht genau überliefert. Jedenfalls gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Hof wieder neu errichtet. Der Ehemalige Hof Gerninc hieß jetzt Wienburg, offensichtlich nach dem Erbauer, dem Pfennigkammermeister Pauls Joseph von Wintgen. Um 1765 wurde dann der Herrensitz von Johann Conrad Schlaun, dem Münster das Schloss, den Erbdrostenhof und die Clemenskirche verdankt, prachtvoll umgestaltet. Er muss es auch gewesen sein, der die Wienburg mit einer barocken Gartenanlage mit den heute noch vorhandenen Skulpturen des bekannten Bildhauerkünstlers Johann Wilhelm Gröninger ausgestattet hat. Unter den Figuren sind die um 1700 in Anholt erschaffenen vier Jahreszeiten, welche heute um die Sonnenuhr angeordnet sind. Durch einen Brief vom 24.06.1788 des Pächters Christoffer Kruse an Herrn von Wintgen ist belegt, dass der einstige Herrensitz bereits zum Kaffeehaus wurde. Damit blickt die Wienburg in diesem Jahr auf eine 225-jährige Kaffeehaustradition zurück und ist damit das älteste Kaffeehaus Münster's.

Im Jahr 1826 übernahm dann die Familie Holtmann das einstige Kaffeehaus und blickt somit auf eine über 190-jährige Familientradition in Münster zurück. Tanja Holtmann entschied sich für die Gründung der eigenen Parkhotel Wienburg GmbH und führt nunmehr in der 7. Generation die Tradition der Familie Holtmann fort. Als gelernte Hotelfachfrau übernahm Sie in 2011 von Ihrem Vater Lutz Holtmann - Maître de la table - die Wienburg. Mit seinen 50 Jahren Erfahrungen als bisheriger Inhaber vom Hotel-Restaurant Wienburg unterstütz er seine Tochter bei Ihrer neuen Aufgabe als Geschäftsführerin. Er selbst hat im Münsteraner Traditionshaus Café Schucan seine Konditorenausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen und möchte auch diese Tradition des Café Schucan durch ein entsprechendes Kuchenangebot in der Wienburg fortführen.

Das Hotel, die Hotelzimmer und die Anlage wurden in den letzten Jahren umfangreich modernisiert. Der ursprüngliche Charakter aber ist bis heute erhalten. Daran wird auch der neu gewählte Firmenname Parkhotel Wienburg GmbH, welcher auch den Nichtmünsteranern die Nähe zum Wienburg-Park zeigen soll - nichts ändern. Neben der vielfach ausgezeichneten internationalen und französischen Küche wird auch die kulinarische Tradition der exklusiven Spargelgerichte, der berühmten Dicken Bohnen mit Speck oder Erdbeeren mit Schlagsahne sowie der hausgemachte Kuchen fortgeführt. Sie zählen noch heute zu den Spezialitäten des Hauses und mundeten schon den Mitgliedern des Promeniervereins, die im 19. Jahrhundert einmal in der Woche die Wienburg besuchten. In der Wienburg kann man sich eben heute noch so wohl fühlen wie schon zu Ur-Urgroßeltern-Zeiten.

  • Diese Postkarte zeigt das Kaffeehaus Wienburg um 1926 (gestempelt am 29.09.1926). Eine Frau Helene ... schrieb damals an Frau Martha Alberts in Halle (Saale):"Jetzt sitze ich in der Wienburg am längeren Teich - auf dem anderen sind die Enten - bei herrlichstem Wetter! Es ist wirklich herrlich hier und möchte man nicht wieder weg!"

OTTO MODERSOHN: - DIE WIENBURG - AQUARELL AUS DEM JAHRE 1884

Im Jahre 1884 zeichnete der berühmte Künstler Otto Modersohn das Aquarell "Die Wienburg". Neben dem Anbau an das Herrenhaus von Johann Conrad Schlaun ist auf diesem Bild sehr gut zu erkennen, dass die Wienburg einst von zwei Teichen umgeben war.

EUGEN FERNHOLZ 1897: KAFFEEHAUS WIENBURG

Der Münsteraner Maler Eugen Fernholz (* 18. April 1874 in Münster; + 19. Dezember 1936 in Münster) malte vor allem ländliche Motive im Raum Münster. Er war Mitglied der Freien Künstlergemeinschaft Schanze. Er war ein Sohn des Malers Richard Fernholz und der Bruder des Malers Leo Fernholz (1879-1958).

Quelle: http://wiki.muenster.org/index.php/Eugen_Fernholz

DAS SCHöNE MüNSTER - DIE WIENBURG (HEFT NR. 7 AUS JULI 1941)

Sie wollen reservieren?

Senden Sie uns eine Nachricht mit dem gewünschten Zimmertyp, Ankunftsdatum und Anzahl der Tage, die Sie bleiben möchten.